Wäller Freunde Zuchtgemeinschaft im IHR e.V.

gegründet 2000

 

Kind und Hund – 10 Regeln

 

Kinder und Hunde sind beste Freunde, so meinen wir zumindest.

 

 

 

Dies kann sicher so sein – muss es aber nicht zwangsläufig. Wenn man beide Seiten sich selbst überlässt, so ist es wahrscheinlich, dass bald schon ernsthafte Probleme eintreten können.

Wir müssen uns damit beschäftigen um zu verstehen, was der jeweils andere Teil für sein Gegenüber bedeutet.

Für Kinder sind Hunde oft Freunde, kleine, haarige Menschen welche sie scheinbar immer verstehen. Gar nicht so selten sind es für sie Lebewesen, an denen Kinder erstmals die Erfahrung machen, dass sie eine gewisse Macht über sie haben.

Für Hunde sind kleine Kinder aber Lebewesen welche unvermutet loskreischen, sich unkontrolliert hektisch bewegen und oft grob sind. Schlimmstenfalls werden die Kinder sogar als Konkurrenten empfunden.

Ein harmonisches Zusammenleben, ja die oftmals beschriebene dicke Freundschaft, lässt sich jedoch herstellen, wenn wir die wichtigsten Regeln beachten.

Kinder können lernen, artgerecht mit Hunden umzugehen, sie als Tiere mit angeborenen Instinkten zu respektieren und Verantwortung für sie zu übernehmen. Wenn Eltern und Kinder das Verhalten von Hunden richtig einschätzen und genug Zeit für die Erziehung ihres Vierbeiners aufwenden, kann der Hund zum wertvollen Familienmitglied werden. 

 

 

Zehn Regeln für die Hundehaltung in der Familie und den Umgang mit fremden Hunden:

Jeden Hund als individuelles Wesen betrachten!

Jeder Hund ist anders. Die Rasse allein sagt nichts darüber aus, wie das einzelne Tier sich in bestimmten Momenten verhält. Ein gutes Auge für das Verhalten des Tieres hilft, kritische Situationen rechtzeitig zu erkennen.

Fremden Hunden sollten sich Kinder wie Erwachsene generell vorsichtig nähern, denn jeder Hund hat seine Eigenarten und auch eigene Erfahrungen mit Kindern gemacht.

Den Hund niemals ärgern! Augen, Ohren, Schnauze und Nase sind sehr empfindliche Stellen für den Hund.

Manche Hunde mögen es nicht, wenn man diese Körperstellen streichelt, an ihnen zieht oder damit herumspielt.

Einen Hund niemals beim Fressen stören! Hunde reagieren wie Jagdtiere: Wenn sie etwas zum Fressen haben, verteidigen sie ihre "Beute". Jede Störung wird als Angriff erachtet.

Der Hund verteidigt sein Futter, indem er knurrt und beißt.Patentrezepte gelten nicht!

"Hunde, die bellen, beißen nicht" – diese Regel ist falsch, bellende Hund schnappen auch zu. Kinder sollten lernen, die Gesamtsituation im Auge zu behalten, statt vermeintlichen Regeln blind zu vertrauen.

Nicht einmischen, wenn Hunde raufen!Hunde, die sich in die Haare kriegen, sind außer Rand und Band. Kinder sollten sich nicht in den Kampf einschalten, denn sie sind nicht stark genug, die Tiere auseinanderzubringen.

Still halten, wenn ein Hund zuschnappt! Wenn ein Hund nach einem Kind schnappt, sollte sich das Kind möglichst still und ruhig halten und den Hund nicht anschauen. Reißt es die geschnappte Hand weg, dann verstärkt der Hund nur den Biss. Etwas, das sich nicht bewegt, wird für den Hund dagegen schnell uninteressant und er lässt davon ab.

Fremde Hunde nur streicheln, wenn es der Besitzer erlaubt!Ein Hund, der z.B. vor einem Geschäft angeleint ist, darf nicht gestreichelt werden. Der Hundebesitzer sollte vorab immer gefragt werden. Kinder sollten sich fremden Hunden nur langsam von vorne nähern und warten, bis das Tier von selbst den Kontakt aufnimmt.

Nicht vor Hunden weglaufen!Hunde laufen und jagen gerne; sie wollen ein davonlaufendes Kind schnappen. Deshalb: Stehen bleiben und sich vom Hund wegdrehen. Ein stehender, unbeweglicher Mensch wird für den Hund schnell uninteressant.

Baby unterwegs? Den Hund vorbereiten! Wenn eine Geburt ansteht, ändern sich die Regeln im Haus – und das sollte der Hund schon mehrere Wochen vorher trainieren, damit er vorbereitet ist und das Baby nicht als Konkurrenz empfindet. Was der Hund lernen sollte: Spielerisches Beißen in menschliche Körperteile ist tabu; das Kinderzimmer darf nicht mehr oder nur auf ausdrückliche Einladung betreten werden; Kinderspielzeug ist kein Hundespielzeug.Wenn das Baby da ist: Den Hund niemals mit dem Baby allein lassen.

Auch Kinder müssen Rücksicht nehmen!Schon ab dem frühesten Krabbelalter müssen Kinder lernen, dass der Hund nicht immer als Spielpartner bereit steht und im Haushalt einige Gegenstände zu finden sind, die nur für den Hund sind. Die Hundedecke oder der Korb sind ebenso wie das Hundespielzeug und der Futternapf für das Kind tabu.

 

 

Quelle: www.kidnet.de